| Von Friedbert Munz erfahre ich durch dessen Schwester Martina, die wiederum mit unserem Satirius Andreas befreundet ist, und von ihm gelesen hatte ich auch wegen einer aktuellen Ausstellungin der Insel-Galerie. Nachdem ich diese gesehen hatte, habe ich Friedbert eingeladen. Die Vielfalt seines Schaffens in den wenigen Jahren seit 1988 macht neugierig.
Friedbert Munz Sehr aufmerksam im Gespräch, an allem interessiert, ist Friedbert zu bescheiden, um sich selbst in den Vordergrund zu drängen. Als dann aber das Gespräch auf seine Arbeit kommt, wächst seine Präsenz auf seltsame Weise: genauso bescheiden wie vorher, aber doch mit klarem Selbstbewußtsein erläutert er seine Arbeiten, die er uns zeigt; dennoch will er auch nicht zu viele Fragen beantworten: ein wenig scheint es, als befürchte Friedbert, uns die Zeit zu stehlen, die er uns schenkt. Dann aber stellt sich heraus, daß immer noch weitere Arbeiten aus den nächsten Phasen seines Schaffens gezeigt und erklärt werden wollen.
Seine Mappe, großformatig, aber eher dünn als dick, wird zur Wundertüte, aus der er die letzten 8 Jahre Revue passieren läßt: Warum 8 Jahre? Nun, fangen wir am Anfang an: 1952 im Kraichgau geboren, hatte Friedbert von 1973 bis 1978 an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste, bei Markus Lüpertz, Malerei studiert. Unterbrochen wurde dies durch einen Studienaufenthalt in den USA 1977.
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