| Aufmerksame LeserInnen könnten mir hier vorwerfen, dass diese oder sehr ähnliche Fragen in dieser Künstlerinnenporträtserie immer wieder auftauchen und wir, was deren Beantwortung angeht, auf der Stelle zu treten scheinen. Das sehe ich nicht so: Erstens denke ich, solange wir immer wieder Neu(es) sehen und uns davon bewegen lassen, treten wir nicht auf der Stelle.
Und zweitens haben wir auch immer wieder Zusammenhänge gefunden, die dieses Sehen verändern, die Strukturen einfließen lassen, die uns weiterhelfen und die uns neu entdecken lassen, so dass wir vielleicht heute tatsächlich anders sehen.
Maike Tersch: ohne Titel, 2008 Pigment und Dispersion auf Leinwand, 150 x 160 cm
Big (130 K) auf Klick Wie fragte sich einst, in einem der vielen guten Mankell-Krimis, der Fahnder Kurt Wallander angesichts einer irritierenden Vielfalt von Fakten und Daten: "Was sehe ich, was ich nicht sehe?"
Zurück zu Maike Tersch: Eine der weiteren Fragen, der wir ja in dieser Serie auf der Spur sind, ist der Zusammenhang zwischen gegenständlicher und ungegenständlicher Malerei .
Maike Tersch macht für uns hierzu einen Zusammenhang sichtbar, wie ich dies so anschaulich noch nirgendwo erleben konnte. Neben den “völlig freien“ Arbeiten, mit denen wir begonnen haben, arbeitet die Künstlerin meist in Serien, die dann auch sehr konkrete Aufhänger haben können:
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