| Ein Kunstweg entsteht
Realisierung eines beispielhaften Kunstprojektes in Muggensturm
Simone Vögele *1960
"Schlafende Erde"
Big (167 K) auf Klick Die Thematik der Vergänglichkeit steht in der Tradition der Vanitas-Darstellungen, die sich Anfang des 17. Jahrhunderts zu einem eigenständigen Genre in der Malerei entwickelten. Es handelte sich um symbolische Darstellungen der Unbeständigkeit und Zerbrechlichkeit menschlichen Lebens. Zum allgemeinen Gefühl der Verun-sicherung trug damals der 30-jährige Krieg, die Ausbreitung der Pest und das allerorten herrschende politische und religiöse Chaos bei.
Heute stehen wir wieder in einer Zeit des Umbruchs, vor zunehmender politischer und religiöser Gewalt und Willkür. Weltweit wird unvermindert Raubbau an unseren natürlichen Resourcen getrieben. Finanzieller Gewinn rechtfertigt jedes Mittel eines ungebremsten Raubtierkapitalismus. Umtriebige Manager teilen uns bedauernd die Notwendigkeit mit, uns selbst wegzurationalisieren. Eine Tatsache, an der wir begeistert mitarbeiten und unser schlechtes Gefühl durch mannigfache Therapien bekämpfen.
Die Zerstörung der Erde und Ausrottung von ganzen Spezies nimmt ungehindert ihren Lauf. Stärker denn je werden wir uns über unsere Endlichkeit und der Nichtigkeit alles Gewinnstrebens bewusst. Nichtsdestotrotz ist eine Umkehr nicht in Sicht. Zunehmende Naturkatastrophen auf einer dichter denn je bevölkerten Erde haben größere Auswirkungen als in früheren Zeiten.
Noch schläft die Erde. Wenn sie erwacht, werden wir unser Vorgehen bereuen.
weiter bitte
zurück zur Übersicht bitte | |