| Ein Kunstweg entsteht
Realisierung eines beispielhaften Kunstprojektes in Muggensturm
Rosi Bertram *1948
"Gedanken zur Schöpfung“
Big (108 K) auf Klick Ein Zeitraum von exakt zehn Jahren ist inzwischen ins Land gezogen, seit mir bei einem Besuch in Paris eine Plastik derart ins Auge fiel, dass ich spontan den Entschluß faßte, nach meiner Rückkehr eine ähnliche Plastik in Ton zu modellieren. Ein paar vor Ort angefertigte Skizzen nahm ich als Vorlage und machte mich ans Werk. Bewußt setzte ich damals die fertige Arbeit in meinem Garten den Einflüssen von Wärme und Kälte, von Regen, Schnee und Sonnenschein aus, die allesamt von ihr Besitz ergriffen. Der Stein vermooste, bröckelte ein wenig ab und man konnte immer wieder Spuren der Vergänglichkeit an ihm wahrnehmen. Für das Ausstellungsprojekt „Vergängliche Kunst“ kam mir der Gedanke, der Plastik einen Hauch von Frische, von neuem Leben einzuverleiben. Ich bemalte die Arbeit mit bunten Blumen, die dem Werk zumindest für geraume Zeit ein gewisses Strahlen verleihen sollten.
Aber wie Blumen in der Natur immer wieder verwelken, werden auch diese aufgemalten Blumen verwittern und der Vergänglichkeit der kleinen Plastik, nur für eine relativ kurze Zeit Einhalt gebieten können.
Eingebettet in vergängliche Materialien, dem Laub der Bäume, dem Gras der Wiesen, der Erde, soll daran erinnert werden, dass der Acker den wir pflügen, das Beet das wir umgraben, uns allen nur geliehen ist damit wir leben können. Alles wird irgendwann der Vergänglichkeit angehören.
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