| Eröffnung: Donnerstag, den 17. Juni, 19 Uhr Lichthof, Reinhold-Frank-Strasse 81 / Vordergebäude Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 9 - 21 Uhr, Samstag 9 - 17 Uhr Eintritt frei Corinne Chotycki (geboren 1980) gastierte im Rahmen eines Austauschprogramms für ein Jahr an der Kunstakademie Karlsruhe. Die junge Malerin und Absolventin der Ecole des Beaux-Arts de St. Etienne / Frankreich zeigt die Ergebnisse ihres Studienaufenthaltes in einer Einzelausstellung im Lichthof der Akademie.
Für Corinne Chotycki stellt der Aufenthalt an der Kunstakademie Karlsruhe eine wichtige Etappe ihrer künstlerischen Entwicklung dar. Der Abschluss ihres Studiums in Frankreich wies ihrer Malerei eine neue Richtung, die sie nun verfolgen und ausformulieren kann, so die junge Künstlerin. Die Arbeitssituation auf Schloss Scheibenhardt und der Austausch mit ihren KommilitonInnen der Klasse Erwin Gross bieten dafür gute Voraussetzungen. Inspiration liefert außerdem die Vertiefung in die Kunstgeschichte. Ein Besuch der akademieeigenen Bibliothek gehört sozusagen zum Tagesablauf der 24-Jährigen.
Corinne Chotycki bevorzugt das kleine Format. Ihre Arbeiten entstehen in Serien auf Papier oder Leinwand. Malbücher sind eine weitere, eigenständige Ausdrucksform. Für Ausstellungen werden die Bilder wie Sequenzen einer Kurzgeschichte an den Wänden aufgereiht und präsentiert. Charakteristisch ist die Spannung zwischen Offenheit und Dichte in Form und Inhalt. Die Verwendung von pigmentreicher Tempera unterstützt diesen Eindruck, denn sie lässt eine flächige und zu gleich weiche Malweise zu. Die Motive wechseln von konkreten Landschaftsdarstellungen oder einem Stilleben zur Abstraktion und freien Geste. Ein bewusst naiver malerischer Ausdruck mischt sich in das Wechselspiel von Ironie und Ernst mit denen Chotycki große Themen und Vorbilder bearbeitet. Umwandlung und Verfremdung sind weitere Kunstgriffe, die dafür notwendige Distanz aufrecht zu erhalten.
Für den Betrachter liegt der Reiz im Unausgesprochenen, dort wo die Formen zu einem Rest undefiniert bleiben, aber das Anekdotische anklingt und die Bilder zwischen Pathos und Banalität zu schweben beginnen.
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