| Dieser Tage ist ein neues Buch des Mitglieds unserer Kulturredaktion, Uli Rothfuss, erschienen: der Gedichtband „vom atmen der steine“.
Auf etwa 100 Seiten ist hier das lyrische Schaffen etwa der letzten zehn Jahre des Autors gesammelt.
Einige Auszüge aus dem Nachwort des Literaturwissenschaftlers Dr. Toni Bernhart:
Die vier Zyklen, die hier versammelt sind, stammen aus unterschiedlichen Schaffensperioden der letzten zehn Jahre; sie entspringen aber einem gemeinsamen Kern, nämlich der Lust an der Sprache. Diese Lust beginnt in den Momenten des Zuhörens, beim Hinhören auf das, was Menschen auf der Straße, am Tisch gegenüber oder im Vorbeigehen einander erzählen. Nicht selten sind aus dem Texthintergrund Fragmente gesprochener und gesammelter Sprache hörbar, die dann aber in dichterischen Arbeitsschritten gestaltet, gestrafft, erweitert und gewandelt werden. So etwas wie der gestimmte Klang, der passende Sound scheint die Referenz für jene Fassung der Gedichte zu sein, die Rothfuss seinen Lesern überreicht. Die Gedichte werden dadurch zu Musik, häufig wirken sie wie Songtexte. (...) Jedes Gedicht steht für sich allein. Und jedes Gedicht ist lesbar in seinem Bezug auf jedes andere. Diese vielfache Kombinierbarkeit ist ein wesentlicher Erlebnisgewinn beim Lesen dieses Bandes. Die Gedichte von Uli Rothfuss laden ein, sie immer wieder zu lesen, in immer wieder wechselnder Reihenfolge. Anklänge, Anspielungen und Bedeutungen schaukeln sich auf zu einem großen Raum, der in immer neue Winkelchen hineinleuchtet.“
Nachdem Uli Rothfuss bisher hauptsächlich Prosabücher – Erzählungen, Romane, Theaterstücke – veröffentlicht hat, ist dies sein erster eigenständiger Gedichtband. Uli Rothfuss ist hauptberuflich als Professor für Kulturästhetik und Poetik sowie als Publizist vor allem im kulturpublizistischen Bereich tätig.
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