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Uli Rothfuss mir kind bleibst immer du kind, und groß geworden, hier du mit deinem kinderlachen
manchmal lausche ich nach deinen schritten manchmal, ja höre ich deine stimme
und der lavendel weiter grünt den du kennst dort an meinem fenster
c) „vom atmen der steine“, Gedichte, Pop-Verlag, Ludwigsburg 2006, ISBN 978-3-937139-27-3.
Uli Rothfuss, geb. 1961, Schriftsteller und Professor für Kulturwissenschaft (Kulturästhetik, Poetik), Rektor der staatlich anerkannten IB-Hochschule Berlin. Vorsitzender der Europäischen Autorenvereinigung Die KOGGE, Mitglied im Internationalen PEN, korrespondierendes Mitglied der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur.
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Begründung:Diese Rubrik „Gedicht des Monats“ ist eine sehr persönliche Rubrik: ich stelle Gedichte vor, die mir wichtig sind, die anregen sollen, sich mit poetischer Sprache zu beschäftigen. Deshalb möchte ich mit einem eigenen Gedicht beginnen; dem mir in dieser Woche, in diesem Monat wichtigsten Gedicht – geschrieben vor drei Jahren, und gewidmet meinem Sohn Janmarc Rothfuss, der am 27. Mai 2006 im Alter von 18 Jahren bei einem Unfall ums Leben kam, plötzlich aus seinem jungen Leben genommen, das er gerade begann, ganz in die eigene Hand zu nehmen.
Es ist ein Gedicht, das in vielem an ihn, an unsere Beziehung erinnert: wie er dem Vater, den Eltern immer Kind bleiben wird; wie sein Kinderlachen, das er auch als junger Erwachsener sich bewahrt hatte, noch immer durch diese Räume seiner Kindheit hallt; wie ich immer noch seine Stimme höre, mit der er mich angesprochen hat; und wie die Pflanze, die seit Jahren grünt, die er kannte, weiter lebt. Es ist ein Gedicht über die Endlichkeit und von der Zeitlosigkeit; ja, Gedichte helfen auch über schwere Zeiten hinweg.
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