| Diese Musik auf der CD mutet an wie der Aufbruch in eine neue Welt des Hörerlebnisses; für Klaus Feßmann ist denn auch die Beschäftigung mit den Steinen nicht nur eine kompositorische: er „erforscht“ den Stein regelrecht, indem er mit Architekten, Landschaftsgärtnern und Physikern zusammenarbeitet, um den richtigen Stein für die richtige Musik zu finden; dieses „Phänomen“ Klangsteine hat ihn gefangen genommen, er selbst erkennt immer wieder, dass er sich erst am Anfang der Entdeckung dieses Mediums befindet. Er stößt bei dieser Reise auf immens komplexe Strukturen, die ihm von bisher gekannten Musikinstrumenten her nicht bekannt sind, für die er eigene Spielmethoden finden muss.
Auch der Hörer dieser Musik muss neue, eigene Zugänge finden, dringen doch Töne an sein Ohr, die zunächst einmal schwer nur einzuordnen, zusammen zu fügen sind. Töne, die den Hörer in eine bisher in der Musik kaum gekannte Einfachheit und Nähe zur Natürlichkeit zurückführen. Auch muss der Hörer lernen, mit der geradezu fühlbaren Körperlichkeit der den Steinen entströmenden Töne umzugehen – Klaus Feßmann spricht gar von heilenden bis zerstörerischen Kräften dieser Töne und arbeitet deshalb wissenschaftlich mit Psychologen und Neurologen daran, das Phänomen der Wirkung der Steinklänge zu erforschen.
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