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Brief des Herzogs von Württemberg an Schiller. Schiller bricht auf, aus der Enge hinein ins Ungewisse, im September 1782.
Diese Monate im September bis November 1782 sind Wendepunkt im Leben des Dichters. Der einstige Mentor, Herzog Carl Eugen, vertreibt Schiller durch sein Schreibverbot aus Stuttgart, dem sich dadurch eine neue Lebenswelt und literarische Welt öffnet. Dies umgesetzt in einem Schiller als Comic-Figur, der zurückblickt, aber auch nach vorne sieht. Zum Schiller-Jahr 2005 erscheint diese Comic-Novelle als Kooperation zwischen dem Schiller-Nationalmuseum / Deutschen Literaturarchiv und der Ehapa Comic Collection, eine zwar nicht mehr ganz neue, aber doch immer noch ungewöhnliche Herangehensweise an Literatur: durch Verknappung des Lebenslaufes auf das, was mit Bildern und wenigen schriftlichen Kommentaren möglich ist. Horus, der Künstler, ist Schiller-Kenner, zweifellos, es gelingt ihm, die Hauptlinien der Schillerschen Biographie auf den Punkt der Flucht aus Stuttgart zu kulminieren, Lebenslinien so zusammenzuführen, daß dies geradezu zwangsläufig erscheint. Kunst und Literaturgeschichte zusammengebracht – mit seinem eigenwilligen, konsequenten Stil schafft Horus ein Werk, das Schiller neu erschließt, weil es eben nicht mit klassischer Interpretation an Person und Werk herangeht. Das ist es, was dieses Buch zu einem der wichtigen Beiträge im Schillerjahr macht.
Horus: Schiller! Eine Comic Novelle. Geb., 56 S., Köln, Ehapa Comic Collection, 12 Euro.
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