| Ein Theaterstück, frei erzählt für Kinder: was herauskommt, ist eine wunderschöne, anrührende Geschichte. Georg Büchners Drama eignet sich gut für die Umsetzung in einer kurzen Erzählung und vor allem für die illustrative Interpretierung in Bildern. Die Geschichte um den unzufriedenen Prinzen Leonce, der gar nicht groß und wichtig sein will, der nicht an der Parade teilnimmt und der vor allem nicht heiraten möchte und schon gar nicht die vom Vater ausgesuchte Prinzessin aus dem Nachbarreich.
Auch Prinzessin Lena will keinen fremden Mann – und beide fliehen. Leonce von seinem Schloss aus in den Wald, Lena von ihrem aus in den Wald, der zwischen beiden Königreichen liegt. Und dort begegnen sie sich – keiner weiß von dem Leid des anderen. Leonce hört die Stimme Lenas „mit einem Lachen, das wie Musik von hellen Glocken klang.“ Sie finden sich, und Leonce beschließt, nicht die vorbestimmte Prinzessin, sondern dieses Mädchen zu seiner Frau zu machen. Und was stellt er fest? „Seine Mondfee war die Prinzessin aus dem Nachbarland?“ Und mit der Heirat kommt eine andere Zeit im Königreich, denn Prinz und Prinzessin können fliegen – und sei es nur in Gedanken daran, wie sie sich gefunden haben.
Wunderschöne Geschichte, wunderbar illustriert.
Beate Kirchhof / Katja Bandlow: Leonce und Lena. Eine wundersame Geschichte. Geb., 48 S., durchgehend bebildert, € 12,90, Picus Verlag, Wien 2004
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