| Seit Wochen schon traut sich niemand mehr in den Wald. Und immer wieder dröhnt das Knattern einer Motorsäge hinab in das Tal, und dann das dumpfe Aufprallen von Bäumen auf dem Waldboden. Der Tannenmörder ist wieder am Werk.
Ein Schwarzwald-Krimi von Uli Rothfuss, selbst Schwarzwälder von Geburt, Schriftsteller und Professor für Kulturwissenschaft, der sich mit der Landschaft und dem Gemüt der Menschen seiner Heimat auseinandersetzt – er lebt heute in Calw, im württembergischen Nordschwarzwald –, in dem er Motive der Schwarzwälder Landschaft aufnimmt und zu einer dunklen, die Vergangenheit aufleuchten lassenden, sehr heutigen Geschichte konstruiert.
Spannend, virtuos in der Sprache, und doch ruhig wie der das Schwarzwaldtal aufteilende, still dahin ziehende Fluss, der die Geschichten mit sich nimmt – eine Erzählung, die Landschaft, Menschen und Geschichte in zentralen Motiven zusammenbringt.
Uli Rothfuss: Tannenmörder, brosch. mit Umschlag, 62 S., mit 12 Illustrationen von Dorothea Fleiss, Pop-Verlag, Ludwigsburg 2010, 10 Euro.
Der Autor: Uli Rothfuss, Schriftsteller und Professor für Kulturwissenschaft, Rektor der staatlich anerkannten IB-Hochschule Berlin/Stuttgart/Köln. Früherer Kulturdezernent der Stadt Calw. Autor von über 20 belletristischen Büchern und Theaterstücken (u.a. „Gertrude, Grenzgängerin“ – ein Erfolgskriminalstück über den Schwarzwald), Präsident der Europäischen Autorenvereinigung Die KOGGE, Mitglied im Internationalen PEN, Delegierter der PEN – Writers for Peace Conference, Mitglied im Institut des Droits de l’Homme (IIDH), Strasbourg, und korrespondierendes Mitglied der European Academy of Sciences, Arts and Humanities (ASAH), Paris. Lebt in Calw im Nordschwarzwald.
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