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der freie schriftsteller als unternehmerischer einzelgänger. eberhard lämmert schreibt eine andere literaturgeschichte – die, indem man die akteure, die schreibenden, betrachtet. der autor macht dies anhand von einzelstudien von brentano über die manns bis hin zu tucholsky, untersucht stationen, krisen, entwicklungen. er stellt die entwicklung des schriftstellertums in den kontext der gesellschaftlichen entwicklung ab etwa mitte des 18. jahrhunderts – als sich der künstler abwendet von der form der reinen auftragskunst, hin zur wahrnehmung der eigenverantwortung. dabei geht er auf zahlreiche sonderformen ein – auf die grenzen der poetischen gerechtigkeit bei schiller zum beispiel, oder auf hesse als einzelgänger für millionen, auf das elend des schreibens unter diktaturen oder das exil als lebensform. man lernt viel, über die bedingungen des entstehens von literatur, über das leben und den status des freien schriftstellers. wissenschaftlich angelegt und doch gut lesbar.
eberhard lämmert: respekt vor den poeten. studien zum status des freien schriftstellers. geb., 360 s., wallstein verlag, göttingen, 2009, 24,90 euro.
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