| Themen: Er wusste, keine Geschichte findet je ihr Ende. (S. 109)
wie könnte eine geschichte je ein ende finden? nach dieser kommt die nächste geschichte, wenn ich hinschaue, bin ich mitten in ihr drin, und niemand weiß, wo sie beginnt oder enden könnte. es sind die übergänge, es ist das dazwischen, was gestaltung erlaubt. kann nie auf das ende hoffen, auf den neuen anfang, denn letztlich ist es ein immer weitergehen. das neue mit der erinnerung des alten, angereichert, und so niemals ganz neu. keine geschichte findet ihr ende, wenn es einmal eine gegeben hat.
-wach-erinnerungen sind es in diesem buch, die mir diese geschichten spiegeln, die sehnsüchte hereinholen, die literatur wieder einmal als lebensersatz, oder als voraussetzung für’s leben, erscheinen lässt.
es ist ein buch, das deshalb von nichts als vom leben handelt. von der geschichte ohne ende.
Rainer Wedler: Die Leihfrist. Roman, brosch., 132 S., Pop-Verlag, Ludwigsburg 2009, 12 Euro.
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