| Dass Schwäbisch wahrlich eine Weltsprache ist, zeigt uns jetzt das Buch "Wie dr Schwob schchwätzt" von den Schwäbisch-Experten Norbert Feinäugle und Hermann Fischer – ein Buch "für den Einstieg ins Schwäbische und für die Suche nach den Wurzeln der schwäbischen Sprache gleichermaßen".
Regionale Varianten der Sprache werden behandelt, soziale Sprechweisen, historische Entwicklungen. Den Autoren gelingt es, wissenschaftliches Fundament und unterhaltsame Aufarbeitung so zusammen zu bringen, dass das Lesen des Buches einfach Spass macht. Die angepasste und passende Bebilderung tut ein übriges zum Reiz dieses Buches.
Man sollte halt wissen, was Schwäbisch ist, rufen die Autoren in ihrem Vorwort aus. Und sie versuchen mit dem Buch "Bewahrenswertes festzuhalten, gleichzeitig aber auch zu zeigen, welche Entwicklungen im Gange sind". Dabei wird besonders Wert auf die Vielfalt des Schwäbischen gelegt – und immer wieder anderen regionalen Varianten bei den Beispielen der Vorzug gegeben.
Ein Buch für Schwaben, die die eigene Sprache interessiert, aber auch ein Buch für Nicht-Schwaben, die Einsichten in die schwäbische Seele erlangen wollen. Also ein Buch für alle.
Übrigens: Seit gut zwei Jahren gibt es einen Verein, der sich um die Verbreiterung des Wissens über den schwäbischen Dialekt kümmert (nähere Informationen unter www.schwaebischer-dialekt.de), mit vielen Angeboten und Fördermöglichkeiten.
Norbert Feinäugle / Hermann Fischer: Wie dr Schwob schwätzt. Reiz und Reichtum der schwäbischen Mundart. Geb., 200 S., DRW-Verlag, Leinfelden-Echterdingen 2003.
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