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"Albrecht Goes" von Helmut Zwanger
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"Frank Wedekind. Eine Männertragödie" von Anatol
"Die ungeheure Welt, die ich im Kopfe habe – Über Franz Kafka" von Louis BegleyKaum ein Schriftsteller ist so wichtig für die Entwicklung der neueren Literatur wie Franz Kafka. Wer war er wirklich, dessen Denken uns fremd bleibt?
Mit Louis Begley nähert sich ein großer zeitgenössischer Autor dem "Phänomen" Kafka, der erstaunliche persönliche Parallelen aufweist: selbst Jurist, selbst jüdischer Herkunft, erkennt er in Kafka den Autor der anbrechenden Moderne, den selbstzweifelnden Menschen. Begley hat sich mit Kafkas Briefen und Tagebüchern auseinandergesetzt, die Aussagen von Zeitgenossen ausgewertet, und so kommt er behutsam zu einem Bild der Literatur Kafkas, das der Figur Kafka und seiner Literatur das Rätsel nicht nimmt, aber Verständnis dafür schafft. Begley gelingt es, uns so einen entscheidenden Autor für die Moderne vorzustellen, dabei glänzt er der Autor selbst mit einer biographischen Literatur, die schlichtweg ihresgleichen sucht. Dass er Franz Kafka dabei in Zusammenhänge stellt und aus diesen heraus ein Bild dieses Autors entwickelt, lässt den Autor der Isolation letztlich nicht abgeschieden von seinen Zeitentwicklungen erscheinen. Ein Buch, spannend und lehrreich zugleich.
Louis Begley: Die ungeheure Welt, die ich im Kopfe habe – Über Franz Kafka. Geb., 336 S., Deutsche Verlagsanstalt, München 2008, 19,95 Euro.
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