| Wer Arnfrid Astel kennt, den Dichter wunderbarer, feinsinniger Gedichte, für den ist dieses Buch geradezu ein Bekenntnisbuch: ein Buch von mehr als 60 Freunden und Kollegen, die literarisch über ihre Beziehung zum Dichter aus dem Saarland berichten. Für jene, die Astel nicht persönlich kennen, bietet dieses Buch die Gelegenheit, einen Ausnahmeliteraten unserer Zeit aus der Beschreibung von Menschen aus seinem Umfeld kennen zu lernen – um dann mit um so mehr Hintergründen zu seinem Werk zurück zu kehren.
Dabei reichen die Namen der literarischen Weggefährten, die Beiträge zu diesem Buch „Seit ein Gespräch wir sind. Ein Buch über Arnfrid Astel“ geliefert haben, von Christoph Meckel über Hugo Dittberner, Wulf Kirsten und Hans Thill bis hin zu Gerhard Schmidt-Henkel, eine Versammlung von vielen, bekannten und unbekannten, alle aber ernstzunehmenden deutschsprachigen Literaten.
Den Herausgebern Michael Buselmeier und Ralph Schock ist es gelungen, eine ansprechende, vielseitige Mixtur hinzubekommen: Grafiken, Gedichte, Prosatexte, eine Lobrede, Erinnerungen – all das in einen Band zu bekommen, ist nicht einfach, und dem Verlag ist für den Mut, dies ins Programm aufzunehmen, zu danken. Und es ist gelungen - Arnfrid Astel, im Leben wie in seiner Dichtkunst kaum an Vielseitigkeit zu übertreffen, vereint die unterschiedlichen Textarten wie Annäherungen verschiedener Literaten an sich und sein Werk scheinbar mühelos. Dass eine Bibliographie des Werks von Arnfrid Astel zusammengetragen wurde, ist lobenswert; dass nicht ein paar Beispiele seiner eigenen Arbeit berücksichtigt wurden, ist schade.
Um so mehr sollte der Band Lust machen auf eines der Bücher Astels: empfehlen kann ich die beiden Bände „Was ich dir sagen will ... kann ich dir zeigen“ und „Wohin der Hase läuft“. Man – als Leser – sollte sich „Astel“ nicht entgehen lassen.
Michael Buselmeier / Ralph Schock (Hrsg.): Seit ein Gespräch wir sind. Ein Buch über Arnfrid Astel. Brosch., 192 S., Gollenstein Verlag, Blieskastel 2003
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