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Vier Dramen und Hörspiele, Texte, hinter deren stiller Oberfläche die Wirklichkeit in grellen und komischen, zärtlichen und düsteren Tönen schimmert. Texte von Toni Bernhart, in Meran geboren, in Berlin lebend, und beides, seine Herkunft aus dem beschaulichen Südtirol und sein Leben im Stakkato der Metropole, findet sich wider in seinen Texten. Bernhart spricht eine schnörkellose, immer wieder aufs Neue überraschende Sprache, er ist im und mit dem Dialekt aufgewachsen, und die Attraktivität des Dialektmenschen macht aus, dass die Verschroben- und Besonderheiten der Sprache sich auch in schriftdeutschen Texten wiederfinden, ja, dass sie diese recht lebendig machen. Bernhart nimmt alltägliche Themen, und er kehrt das manchmal Skurrile, das oft Gewöhnliche so heraus, das es besonders wirkt. Er hat Sinn für die Umgangssprache als Sprache, die den Umgang zwischen Menschen charakterisiert. Schon das Lesen ist ein Abenteuer.
Toni Bernhart: Martinisommer. Brosch., 104 S., Skarabaeus-Verlag, Innsbruck-Bozen-Wien 2005, 12,90 Euro.
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