| Die andere Seite des Schwarzwaldes: weltberühmte Badeorte wie Baden-Baden oder Wildbad, in dem von den alten Römern bis zu den deutschen und russischen Hoheiten alles kurte, was Rang und Name hatte (und hat!). Oder die schwäbisch-alemannische Fastnet mit ihrer besonderen Tradition. Die urige Schwarzwälder Küche, berühmt in ganz Deutschland dadurch, dass mitten im Nordschwarzwald, in Baiersbronn, das Mekka der deutschen Kochkunst vereinigt scheint.
Deshalb ist es folgerichtig, dass „Wälderrezepte“ dieses Buch mit Spezialitäten aus dem Schwarzwald abschließen: Interessant das Kleine Schwarzwälder Küchenlexikon mit „Bibbeleskäs“, „Holderküchle“ und „Stupfnudel“, und dann Gerichte wie „Schnitz und Speck“, „Straubatza“, „Wildschwein-Braten Schwarzwälder Art“ illustriert von einer Beschreibung Mark Twains, die so gut den Schwarzwälder „Typ“ illustriert: „Es wurden keine Reden gehalten, es wurde nur wenig gesprochen, es wurde nicht leichtfertig geschwatzt; der Gemeinderat ließ sich langsam, aber sicher mit Bier volllaufen und benahm sich mit gesetzter Würde, wie es sich für Männer von Stand, Männer mit Einfluss, Männer mit Mist gehörte.“
A propos Kochkunst: wer kennt nicht die echte Schwarzwälder Kirschtorte? Aber wie diese wirklich gelingt – das wissen nur wenige. Die Autorin Gudrun Mangoldt verrät es in ihrem schönen Buch, dieser wundervollen Hommage an den Schwarzwald.
Gudrun Mangoldt: Im Schwarzwald. Köhler, Kirsch und Kuckucksuhren. Geb., 152 S., Silberburg Verlag, Tübingen 2004, € 19,90
bei amazon.de bestellen
zurück zur Übersicht bitte | |