| Nach dem Lesen dieses Buches könnte man ausrufen: Der Schwarzwald ist Lebensraum, er ist Erholung und harter Kampf mit der Natur, er ist Sonne auf den Schwarzwald-Bergen, aber auch Dunkelheit in den schwarzen Wäldern, in den tiefen Schluchten, er ist Zauberwald und wilder Wald zugleich. Ort der verwunschenen Legenden und Märchen – man denke nur an Hauffs „Kaltes Herz“, das eindrucksvoll hier spielt. Und wer dies für ausgemachte Einbildung der Einheimischen hält, mag nur Mark Twains Beschreibung seiner Reise durch den Schwarzwald lesen: „... das diffuse Licht nimmt die Farbe von Moos und Laubwerk an und durchflutet den Wald wie ein schwacher, grün getönter Dunst, das Bühnenfeuer des Feenreiches. Der Hauch des Geheimnisvollen und des Übernatürlichen, der zu allen Zeiten im Wald spukt, wird durch dieses unirdische Glühen noch verstärkt.“
Kurzum: Der Schwarzwald ist auch eine Lebenshaltung, die im Schwarzwälder Menschen Ausdruck findet. Autorin Gudrun Mangoldt findet viele, vor allem historische Beispiele dafür in ihrem aufwendig gearbeiteten Buch. Kurz gesagt: Ich (selbst Schwarzwälder) liebe dieses Buch.
Der Schwarzwald als Lebensraum; das dunkle Innere dieser Landschaft sich erschließen, das haben sich zuerst Mönche und Glasmacher als Aufgabe gestellt, Bauern, die dem kargen Boden und dem relativ harten Klima Feldfrüchte abzuringen versuchten. Spezielle Waldgewerbe entstanden: die Flößer, die ihre Floße bis nach Holland flößten, die Uhrmacher, die Köhler.
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