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Dort war die Kunsthistorikerin, Journalistin und Ausstellungsmacherin ebenfalls gefragt. Aber
Karlsruhe war - ausnahmsweise einmal - schneller als die bayerische Konkurrenz. Die
Mentalität der Menschen im deutschen Südwesten war Angelika Stepken nicht vertraut.
Sie, die lange in Berlin gelebt und gearbeitet hat, davon bis in die Umgangssprache geprägt
wurde, denkt in übergreifenden Kategorien. Probleme wie die badisch-schwäbischen
Auseinandersetzungen erscheinen dabei eher geringfügig, wenngleich Angelika Stepken die
historischen und politischen Tatsachen durchaus nicht verkennt.
"Karlsruhe hat durchaus etwas zu bieten, eine aktiven Akademie, das einmalige ZKM, die Hochschule
für Gestaltung und die Kunsthalle, die Vergleiche mit berühmten Instituten nicht zu
scheuen braucht," zieht Angelika Stepken Zwischenbilanz, "und mittendrin der Kunstverein."
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Das sieht sie durchaus als Herausforderung, denn eine "kulturelle Öffentlichkeit" sei trotz
der Kultur-Pfunde nicht vorhanden. "Übergreifend bewegt sich wenig," - das war eine ihrer
ersten und intensivsten Erfahrungen. Gleichzeitig sieht Angelika Stepken hier natürlich
die Möglichkeit, die Notwendigkeit zur Initiative. Die "freundlich verhaltenen Reaktionen",
auf die sie bislang oft auf ihrem Weg durch die Institutionen gestoßen ist, lassen hoffen.
Auch und vor allem bei den jüngeren Künstlern der Region, deren Postitionsbestimmung
als Ausstellung sie sich sehr spannend vorstellt.
Weiter, bitte
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