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Zumindest im Sommer. Des eigenartige isch, daß sich im Verlauf von 'me Leben die
B'stecke und die Schüssle irgendwann von selbst mische. Selbst wenn früher alles
zusammengepaßt hat, eines Tages hasch des gleiche Durcheanner wie am Anfang, bloß
innere annere Farb. Jetzt isch des, wenn damit langsam älter g'worre bisch, kein
Beinbruch. Auf d'Lebensqualität hat das keinen Einfluß. Aber es kommt der Tag, da
fängt dieser farbenfrohe Stilbruch an zu störe. Weniger dich, du hasch dich ja dran
g'wöhnt. Mehr die Frau, mit der du schon ä Weile z'sammenlebsch. Vielleicht isch
au des eine oder andere Teil vorbelastet, also irgendwie mit deinere Vergangenheit verbunde -
und möglicherweise hasches ja grad deshalb noch net weg'schmisse oder irgendwo absichtlich
vergesse - auf jeden Fall steht sie eines Tages in der Tür und drückt dir stolz
ä Päckle in'd Händ: Eine Salatschüssel - praktisch unverpackt
natürlich, des geht bei dere Größ' net annerschd und dadefür hat man ja
auch Verständnis.
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Dann gucke noch zwei Stengel 'raus: 'S B'steck. Ä Gabel mit zwei Zinke und en fast
flache Löffel, der zum Ausgleich für die fehlende Kuhle so breit isch, daß
du ihn nicht mehr in de Mund nehmen kansch, obwohl du für dei Leben gern die Soß'
auslöffelsch. Calucci oder so ähnlich steht auf'me silberne Bepper, der beim
Wegmache häßliche blinde Flecke hinterläßt, der aber beweist, daß
sich en italienischer Designer Gedanke um deine Art von "Schöner Wohnen" gemacht hat.
Dummerweise isch die Schüssel ä richtige Schüssel; erinnert also mehr an en
Satelitteempfänger als an ä Küchegerät. Un dann hat se noch en breite
Rand. Des bedeutet, daß es unmöglich isch, die Soß' aus de Schüssel
zu trinke, obwohl das inzwische ja in viele Gesellschaftskreise daheim akzeptiert wird.
Weiter, bitte
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