| "Ich brauche einfach die Malerei", sagt Klaus Arnold, der am Sonntag (18. Mai) seinen 80. Geburtstag feierte und seine hellwachen Augen blitzen. Pinsel und Farben weglegen, das kommt für ihn nicht in Frage, auch wenn der Schaffensprozess durch seine eingeschränkte Mobilität länger dauert, anstrengender als früher geworden ist.
Für die Karlsruher Akademie der Bildenden Künste, der Arnold von 1976 bis 1988 als Rektor vorstand und an der er von 1960 bis 1994 lehrte, war er von großer Bedeutung. „Wesentliche bauliche Veränderungen wie der Bildhauergarten sind auf sein zähes Verhandlungsgeschick zurückzuführen“, erzählt der heutige Akademie-Rektor, Erwin Gross und spricht gleichzeitig weiter von hochkarätigen Berufungen nach Karlsruhe, für die man heute noch dankbar sei. Für Arnold selbst war es einfach eine „sehr schöne Zeit“, wenn auch die Rektorenrolle vom Maler Arnold Durchhaltevermögen und Nachtschichten im Atelier erforderte. Er wollte der Akademie einfach nur zurückgeben, was er als Student in den 50-ern von ihr bekommen habe, wiegelt Arnold bescheiden ab. „Vier bis fünf Stunden Schlaf waren das Maximum“, erinnert sich Ehefrau Chris.
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