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Johannes Goebel
Es gibt Kollegen, die beneiden Johannes Goebel um Apparat und Technik, die hinter dem
Karlsruher stehen, von HiFi-Freaks, selbst großzügig veranlagten, einmal ganz
abgesehen. Goebel ist Leiter des Institutes für Musik und Akustik am ZKM und zugleich
"dienstältester Institutsleiter" in den Hallen der einstigen IWKA. Sein Weg aus einem
Heidedorf Niedersachsens nach Karlsruhe war nicht unbedingt der direkteste.
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Der Umweg führte über die Universität Stanford in Kalifornien. Goebel, der in
Hannover Schulmusik studierte und in Freiburg Meisterkurse für elektronische Musik belegte,
bekam für Stanford - dem Zentrum für Computermusik und -forschung schlechthin - ein
Postgraduirtenstipendium. Dort erhielt er statt Unterweisungen ein Handbuch und einen Computer.
"Do it yourself" - das war Philosophie in Stanford. Und sie war Goebel wie auf den Leib
geschneidert. Er war und ist "Bastler", ist gewohnt, sich Grundlagen selbst zu erarbeiten.
Und ihn reizen Grenzen. Das sind einerseits ästhetische, die man selbst bei der
Schöpfung un-erhörter Klangsysteme suchen und schaffen muß und kulturelle
Grenzen tradierter Hörgewohnheiten, andererseits ist da die materialbedingte physische
Grenze des mehr oder weniger herkömmlichen Instrumentariums und es ist der von der
Forschung noch weitgehend unerschlossene Bereich der Umsetzung eines Laut-Signales zwischen
Ohr und Hirn und der Wirkung auf die Psyche, der natürlichen Wandlung zwischen "analog
und digital" im Menschen.
Weiter, bitte
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