| Der Nabel der Küchen-Welt"Küchenbild“, sagt Achim Fischel, und ergänzt: "Eigentlich sollte in jedem Haushalt rund um den Erdball ein Küchenbild hängen!“ Klar. Von ihm.
Andererseits: Warum auch nicht? Ich habe ja auch eines. Und ich mag es. Es ist außerdem nicht mein erstes Küchenbild. Früher, in den 70ern des vergangenen Jahrhunderts, hingen sich kulturbeflissene Menschen Holzkästen an die Wand, in denen hinter einem nicht dicht schließenden Glas diverse „Nudelausprägungen“, getrocknete Pepperoni, Linsen, Reis und Mais wie in einem grobschlächtigen Setzkasten ruhten. Ich auch.
Bis die Motten kamen. Das kann bei Achims Küchenbildern nicht passieren. Ars longa, vita brevis. Somit auch das der gemeinen Gewürzmotte. Aber kurz vor ihrem Tod hinterließ sie seinerzeit zur Wahrung der Art noch eine zahlenmäßig nicht geringe Nachkommenschaft, die zwangsläufig weiter Nudeln fraß. Es war ihnen völlig wurscht, ob sie sich von Buchstaben, Sputniks rot und grün oder von Pappardelle ernährten. Verdauung war das ganze Leben. Vermutlich haben so noch Generationen gefräßiger Motten auf den Müllhalden der westlichen Welt, die gerade Ikea entdeckt hatte, weiter existiert. Sei’s ihnen gegönnt. Chilischoten haben sie übrigens allesamt schnöd verschmäht. Doch schon damals war die Küche der zentrale Ort jeder Wohnung und wenn bei einem Fest nichts los ist, in der Küchen geht immer die Post ab. Jeder kennt das
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