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Galerie im Prediger Schwäbisch-Gmünd im Kunstportal Baden-Württemberg
17. Oktober - 30. November 2008
Wilhelm Widemann und Moritz Röbbecke. Die Gnade und die Wahrheit - Der Berliner Historismus im Spital von Schwäbisch GmündIn neuer Wirk- und Strahlkraft: „Die Gnade“ und „Die Wahrheit“ von Wilhelm Widemann
So wirkungsmächtig und frei von Beiwerk hat man sie noch nie gesehen: die beiden Engelskulpturen „Die Gnade“ und „Die Wahrheit“ von Wilhelm Widemann. Der renommierte Gmünder Kunsthandwerker und Bildhauer schuf beide Engel um 1897 als Gipsmodelle für das Hauptportal des Berliner Doms. In der Portalhalle des ehemaligen Gmünder Heiliggeistspitals, die Widemann in den Jahren 1903 bis 1906 zusammen mit seinem Berliner Malerfreund Moritz Röbbecke als Gesamtkunstwerk ausgestaltete, flankierten die Engelskulpturen den Portaldurchgang und wurden eher en passant wahrgenommen.
Foto: Blick in die Galerie im Prediger. Im Vordergrund: Wilhelm Widemann (Schwäbisch Gmünd 1856-1916 Berlin), Engel „Gnade“, um 1897, Gips, geschwärzt und stellenweise goldfarben bronziert, H (gesamt) 189 cm. Hinten, links: Moritz Röbbecke (Meerane 1857-1916 Dresden), König Rudolf von Habsburg, Öl auf Leinwand, 265 x 335 cm (H x B). Hinten, rechts: Moritz Röbbecke (Meerane 1857-1916 Dresden), Christus heilt die Kranken, Öl auf Leinwand, 265 x 335 cm. Foto: ©: Museum im Prediger, Joachim Haller. Röbbecke malte für das Vestibül die beiden Gemälde „König Rudolf von Habsburg“ und „Christus heilt die Kranken“. Nach Auflösung des Spitals in den 1980er Jahren und nach über 25 Jahren ist dieses einmalige Ensemble wieder zu sehen. In der Galerie im Prediger präsentiert die Ausstellung unter dem Titel „Wilhelm Widemann und Moritz Röbbecke. Die Gnade und die Wahrheit – Der Berliner Historismus im Spital von Schwäbisch Gmünd“ die beiden monumentalen Skulpturen und Gemälde vom 17. Oktober bis 30. November in bislang nicht gekannter Fernsicht und Lichtheit. Dazu erscheinen die Skulpturen gereinigt und wieder hergestellt. Die Wiederherstellung der Figuren übernahm Paul Stummer.
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