| Eine der eigenwilligsten Perspektiven des Künstlers ist der Blick von oben; ein Reisfeld etwa erscheint dadurch als Kombination von Farbflächen - und doch sind es die Farben der Natur, die Johannes Gervé in ihrer jeweils ganz speziellen Atmosphäre wiederzugeben versucht, so daß wir doch die Landschaft erkennen.
Reisfeld, 2000 Tempera auf Leinwand, 27 x 32 cm Big (103 K) auf Klick Anders als ein klassischer Landschaftsmaler, der vor seiner Staffelei in der Natur das Gesehene mehr oder weniger abbildhaft wiederzugeben versucht, rekonstruiert Gervé seine Bilder aus Erinnerungen der vielen Reisen, die er gemacht hat. Manchmal entstehen spontane Bleistiftskizzen, die er in Sekundenschnelle in ein Skizzenbuch einträgt.
Die Bilder sind daher schon mehrfach vermittelt, wenn sie auf der Leinwand entstehen. Nur, was als Eindruck geblieben ist, was sich für ihn als Essenz oder Substanz, als Farbe oder Farbklang, als Struktur oder Strukturmuster herausgebildet hat, ist die geistige Vorlage, aus der heraus das Bild dann entsteht. Die Skizzen, soweit vorhanden, geben nur Anhaltspunkte.
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