| Franziska Schemel Dr. Christine Breig: über Franziska Schemel'Stadt' und 'Alltag in der Stadt' - mit diesen Themen beschäftigt sich Franziska Schemel. Das Monotone und meist Starre der Lebensabläufe, das sich Wiederholende, Gleichförmige, Schematisierte und auch Künstliche unseres Lebens kommt in ihnen zum Ausdruck. In manchen ihrer Bilder hastet der Mensch schemenhaft und entindividualisiert innerhalb einer Menschenmasse durch eine formal reduzierte, abstrakte Großstadtwelt. Er hat keine Zeit, mit anderen in Kommunikation zu treten, ist in der Menge allein. Sein Leben und seine Umwelt sind standardisiert, seine Wege durch die von Menschen geschaffenen architektonischen Formen vorgegeben.
"Bau", 1998, 100 x 100 cm Acryl, Pigmant, Sand, Steinmehl, Metallgitter, Farbfoto auf Nessel
In anderen Werken fehlt der Mensch gänzlich. Es sind Bilder ohne Lebewesen, allein die abstrakten, sich gleichförmig wiederholenden, vorwiegend geometrischen Formen der Stadtarchitektur bestimmen den Eindruck von Erstarrung und Stereotypisierung unseres Lebens. Neben diesen Arbeiten entstehen auch Werke, in denen gleichzeitig mit einem kritischen Blick Ironie spürbar wird, so z. B. wenn sie sich mit Paarbeziehungen und zwischenmenschlichen Kontakten beschäftigt.
weiter bitte | |