Suche swo.de home >
NEWSLETTER KONTAKT/IMPRESSUM SITEMAP
Web
  
        BILDENDE KUNST
        AKTUELLE AUSSTELLUNGEN
        KÜNSTLERINNEN UND KÜNSTLER
         
        MUSEEN
        ZKM KARLSRUHE
        MUSEUM RITTER WALDENBUCH
        MUSEUM IM PREDIGER SCHW. GMÜND
        STAATLICHE KUNSTHALLE KARLSRUHE
        MUSEUM WÜRTH KÜNZELSAU
        WEITERE MUSEEN
         
        STÄDTISCHE GALERIEN
        STÄDTISCHE GALERIE KARLSRUHE
        FRUCHTHALLE RASTATT
        GALERIE IM PREDIGER SCHW. GMÜND
        ULMER MUSEUM
        WEITERE STÄDTISCHE GALERIEN
         
        VERSCHIEDENE KUNSTINSTITUTIONEN
        ART KARLSRUHE 2012
        MESSE EUNIQUE 2012
        ZKM-MUSEUMSKOMMUNIKATION
        BBK KARLSRUHE
 
       KULTURREDAKTION
       KÜNSTLERINNEN und KÜNSTLER
       KULTURTIPPS PROF ULI ROTHFUSS
       FILMBOARD KARLSRUHE e.V.
       DR. THORSTEN STEGEMANN
       THEATER: CHRISTIAN TEPE
       HARALD SCHWIERS
       VIOLA EIGENBRODT
       KUNSTBÜCHER
        
Christian Tepe über La Traviata 1

Christian Tepe in der Virtuellen Kulturregion


"Traviata: Frauenmythos, Gesellschaftskritik und Utopie"

Michel Parouty: Verdis Meisterwerk La Traviata

Unzweifelhaft zählt Giuseppe Verdis Oper „La Traviata“, die seit 150 Jahren eine ungebrochene Faszinationskraft auf die Massen ausübt, zu den großen Mythen der Moderne. Wie ein Menetekel dokumentiert das Werk den Leidensdruck, den die bürgerliche Gesellschaft auf ihre Mitglieder ausübt: Verdis einzige Gegenwartsoper erzählt die Geschichte der todkranken Kurtisane Violetta Valéry, die einer oberflächlichen Partygesellschaft den Rücken kehrt, als die Zuwendung des Studenten Alfredo Germont in ihr die Fata Morgana von einem authentischen Leben mit wahrhaftigen Gefühlen wachruft. Ihre Liebe scheitert aber an der Intervention von Germont senior, der den Ruf der Familie und d.h. auch ihre ökonomische Basis gefährdet sieht. Die Vorgänge beschleunigen Violettas von Verdi im Schlussakt zu einer Art Requiem ausgeweitetes und überhöhtes Sterben.

Das Stück thematisiert mit der hysterischen Amüsiergesellschaft der ausschweifenden Feste und Bälle und dem rationalen Ehr- und Moralkodex Germont seniors zwei Grundpfeiler einer in letzter Instanz vom Geld zusammengehaltenen Gesellschaftsformation, deren Mitglieder sich einerseits um der Aufrechterhaltung ihrer bloßen Existenz willen einer Gefühlsverdrängung und –verweigerung mit katastrophischen Folgen verschrieben haben, und die andererseits die daraus resultierende seelische Leere und Barbarei mit einer vollends sinnentleerten hemmungslosen Oberflächenästhetik zu kompensieren trachten. In einer solchen Gesellschaft wird die Stärke des Gefühls, die Fähigkeit, sich hingeben zu können, zum absoluten Überlebensrisiko. Darin liegt trotz der Veränderung der äußeren Erscheinungsformen der gesellschaftlichen Mechanismen der Wahrheitskern von „La Traviata“ bis heute.

weiter bitte

zurück zur Übersicht bitte


Seite weiter empfehlen
KOOPERATIONS-
PARTNER:
 
 SWO-
  DIENSTLEISTUNGEN
 AKTUELLES




Begegnung
SWO Künstlerinnenporträt über über Marie Madeleine Noiseux

Werben für Kunst-Ausstellungen im SWO | Kunstportal-BW


Kunst für junge Leute
Neuer SWO-Service

SWO-Kunst (daten-) Bank
Alle relevanten Kunst-Ausstellungen in Baden-Württemberg

Unterstützen Sie mit SWO den Gnadenhof e.V.
Unterstützen Sie mit SWO den Gnadenhof e.V.