| Frankreich, 1778. Beaumarchais vollendet seine Komödie „Der tolle Tag oder Die Hochzeit des Figaro“. Der gewitzte Diener Figaro will die Kammerzofe Susanne heiraten. Auch der Graf Almaviva, der es insgeheim bereut, das „Recht der ersten Nacht“ abgeschafft zu haben, hat ein Auge auf sie geworfen. Figaro und Susanne versuchen im Bunde mit der gekränkten Gräfin Almavivas Absichten zu durchkreuzen. In einem nächtlichen Rendezvous laufen alle Fäden zusammen. In diesem Feuerwerk der Intrigen, Täuschungen und Verwicklungen hat man das Wetterleuchten der Französischen Revolution erkennen wollen.
Österreich, 1936. Vor dem Hintergrund der Ereignisse in Deutschland schreibt Ödön von Horváth eine Fortsetzung. Graf und Gräfin fliehen mit ihren Dienern Figaro und Susanne vor der Revolution über die Grenze. Die Luxusunterkünfte werden nach und nach mit immer armseligeren Behausungen vertauscht. Die Gräfin stirbt, der Graf kommt wegen Betruges ins Gefängnis. Figaro wird Betreiber eines Friseursalons in Großhadersdorf, für Susanne Inbegriff einer Spießer-Hölle. Nachdem sie ihn verlassen hat, kehrt Figaro zurück, arrangiert sich mit den neuen Machthabern und wird Schlossverwalter.
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