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Zyklus: Hebrides Zur Geschichte des Zykluses: im Winter 98/99 war ein Studienaufenthalt auf den äußeren Hebriden, -einer Inselgruppe im Atlantik vor dem schottischen Festland – vorausgegangen.
Das Auge findet die Entspannung in den weiten, kargen Landschaften, von Winterstürmen gepeitscht - baumlos, abgeschieden -.
Die Sehnsucht nach weiten Räumen, endlos, lichten Horizonten, bilden den Grundtenor für diesen Zyklus. Es sind nicht Abbildung oder
Farbe
lebt durch die Malweise: als von Licht durchdrungene transparente Substanz wird sie auf anderen Farbschichten aufgetragen.
Farbe ist jedoch mehr als nur Farbe, sie hat formal wie inhaltlich eine bedeutsame energetisch -materielle Existenz.
Farbe benutzen um eine Vielzahl von Erfahrungen zu ermöglichen - Erfahrungen von Raum, Licht, Schatten und Stille, das nicht in geschriebene Sprache übersetzt werden kann.
Farbräume - kühl - weit - tief - unberührt eine Sehnsucht nach dem Ungesehenen Bild
Farblandschaften Weite
dem Auge Raum, Ruhe und Tiefe geben.
-lange Wanderungen auf baumlosen Inseln, die Bilder evozieren.
Raum - opak - zeitlos - leicht - offen -
Farbe in ihrer scheinbaren Stabilität ist im ständigen Fluß - der Zeit unterworfen. Das dämmernde Licht entzieht ihnen Kraft und Intensität. Bilder ziehen sich auf angenehme Weise zurück. Es bleiben Horizonte ...
| Insgesamt ist mit der Serie der „Hebrides" eine einfühlsame Entfaltung von landschaftlichen Eindrücken entstanden, die ganz den Licht- und Farbräumen verpflichtet sind. Lediglich die erahnbare Horizontlinie gemahnt an den Ursprung innerhalb einer realen, geografisch verankerten Landschaft. In diesem Sinne scheint es angebracht von Klangbildern zu sprechen. Innerhalb der Serie wiederholen sich spezifische kompositorische Anlagen der Bildaufteilung, deren Unterscheidung vor allem durch Färb- und Lichtwirkungen erzeugt wird. Dadurch geraten die Bilder in eine klangliche Schwingung, die einem musikalischen Verlauf nicht unähnlich, wechselnde harmonische Effekte zu erzeugen vermag. Obwohl der Ausgangspunkt der Serie im tatsächlichen Erleben der Hebriden-Gruppe liegt, hat Bruno Kurz die erst im Nachhinein gehörte gleichnamige Konzert-Ouvertüre des Romantikers Felix Mendelssohn-Bartholdy als verwandtes, ähnliches musikalisches Erlebnis bezeichnet. Dies macht vor allem deshalb Sinn, da sowohl Mendelssohns Ouvertüre als auch die Malerei von Bruno Kurz von ihrem ästhetischen Raffinement getragen und beherrscht werden, mit dem der Eindruck einer realen Landschaft in ein künstlich-künstlerisches sinnliches Hör-, beziehungsweise Seh-Erlebnis umgesetzt wird, das auch ohne den direkten Bezug zum jeweiligen Ursprung einer Reiseerfahrung eigenständig zu funktionieren in der Lage ist. . Schließlich vermeidet die Serie auch in der Art und Weise ihrer formalen Präsentation eine allzu enge Verbindung zur Tradition einer wieder spiegelnden Landschaftsmalerei. Erzeugen dort nicht zuletzt die betonte Rahmensetzung durch Einbezug von Fensterkreuzen und -rahmen beispielsweise in Gemälden aus der Zeit der Romantik den Eindruck von Bildtafeln als Ausblicke in imaginäre, religiös bestimmte und überzeitliche transzendente Landschaften, so treten die Bildtafeln der „Hebrides" ganz entgegengesetzt zu derartig unerreichbarer Distanz von der Wand in den Raum der Betrachtung, in dem sie mit einem bewußt gewählten Abstand zur tragenden Wandfläche gehängt werden. So haftet ihnen eine schwebende Erscheinung an, die den Betrachter einzuschließen sucht. Bernd Künzig (Baden-Baden) anläßlich der Eröffnung von Hebrides / Tears of God - Pforzheim
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