| Wieder ist es der gesellschaftliche Aspekt, der das Ganze besonders interessant macht. Wenn Zeit und Aufträge es zulassen, soll auch diese Arbeit in anderen Ländern und Kulturkreisen fortgesetzt werden.
Hände, 1999
Big (37 K) auf Klick Die jeweiligen Berührungspunkte der verschiedenen Kulturen und Gesellschaften zeigen uns die enorme Komplexität des Themas, die jedwede schnelle Bewertung ausschließen und uns zum Nachdenken gemahnen. Hier kommen wir schon zur Urteilskraftthematik: wenn wir sagen, daß irgend etwas der Fall ist (Beispiel: "dieser Text hier ist sehr gut"), fällen wir damit ja ein Urteil, auch wenn wir reine Fakten zu beschreiben glauben. Genauso scheint ein Foto einfach Fakten zu zeigen: es ist wie es eben ist. Bernhard Schmitt zeigt uns, daß wir nicht allein etwa durch die Auswahl (Perspektive, Bildausschnitt) und das Licht durchaus schon relevante, letztlich interpretierende Randbedingungen setzen, nein: die Subjektivität hat auch eine ganz klar inhaltliche Dimension. So sind es ganz verschiedene Dinge, ob man Frauen um Vierzig in Indien, im Irak oder in Deutschland fotografiert, so verschieden eben, wie diese Lebenswelten und Gesellschaften verschieden zueinander sind.
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