| AMEI und Doris Lasar| Preview anlässlich des Karlsruher Galerienrundgangs: 19.09.2008, 18-22 Uhr Eröffnung: 21.09.2008, 11 Uhr Ausstellungsdauer: 23.09.2008-19.10.2008 (Di-Fr 16-18.30 Uhr, Sa+So 11-14 Uhr, geschlossen am 3.10.2008)
Zwei Karlsruher Künstlerinnen zeigen ab dem 19.9.2008 ihre neuesten Werke im Künstlerhaus.
Doris Lasar, deren Bilder sich bislang durch eine eher mit weiß abgetönte, zarte Farbigkeit und eine mithilfe von Kratztechnik hervorgehobene Formgebung auszeichneten, und deren Thematik sich vom Stillleben oder der vereinzelten Darstellung von Tieren bis hin zum reduzierten Interieur bewegte, hat sich in ihrer neuen Bilderserie auf das Porträt verlegt.
Doris Lasar: Mann aus Film“, Eitempera auf Leinwand, 2007, 70 x 80 cm Ähnlich wie bei den älteren Arbeiten beschränkt sich Doris Lasar auf beinahe zeichenhaft Reduziertes, ohne jedoch das Stilmittel der Zeichnung zu bemühen. Die in ihren Farben stärker gewordene Malerei charakterisiert die dargestellten Persönlichkeiten mit großer Intensität und Dichte, unterstreicht sozusagen den Typus, ohne diesen im Detail genau auszuformulieren. Die meisten Gesichter kommen einem auf verstörende Weise bekannt vor, ohne dass man verstünde, warum. Vorbilder für diese Portraits findet Doris Lasar in Zeitungen und Zeitschriften.
Sie selbst sagt von ihren Porträts: „Sie sind einerseits durch Äußerlichkeiten, durch ihr „Image“, in ihrer Zeit verhaftet, sie haben aber andererseits einen Hang zur Innenschau, zur permanenten Reflexion über sich selbst, was ihnen eine gewisse „überzeitliche“ Komponente verleiht. Sie befinden sich damit quasi in einem Spannungsfeld zwischen dem Moment („Augen-Blick“), in dem man sie betrachtet und einer Art tranceartigem Dauerzustand, in dem sie (nach außen hin blicklos, nach innen hin bemüht, sich ständig selbst neu zu erfinden) zu verharren scheinen.“
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