| Oktober 2006 | David Nash in der Galerie im Prediger Schwäbisch Gmünd
Coming back to nature by consciousness Obwohl wir nicht wissen, ob die Entfremdung ein – eher reversibler – Prozeß ist oder ein, womöglich irreversibler Zustand, klar scheint zu sein, daß wir uns der Natur annähern müssen
David Nash hat womöglich den Weg gefunden: “Coming back to nature by consciousness“ so: beschreibt er unsere Aufgabe.
David Nash Im Gespräch widerspreche ich ihm entschieden: Gerade Denken und Sprache, argumentiere ich, trennen uns von der Natur.
Sprache, vom Menschen instrumentalisiert als Mittel der Herrschaft über die äußere Natur. In seiner “Kritik der zynischen Vernunft“ hatte Sloterdijk blendend analysiert, wie der Mensch, erschaffen erst am sechsten Tag – erst nach den Wäldern und Meeren, nach den Tieren – diesen taktischen Rückstand aufholt, indem er den Dingen und Lebewesen Namen geben darf. Der Mensch kategorisiert, systematisiert und macht somit alles nutzbar. Der Fortschritt, den wir kennen, wäre sicherlich ohne Sprache nicht möglich: Fabriken sowenig wie moderne Landwirtschaft, Verwaltung, Recht, das Finanzamt – ohne Sprache undenkbar.
William S. Burroughs’ “Language is an virus from outerspace” schien mir immer schon überzeugend. Sprache als Ursache und Werkzeug der Entfremdung.
Unbeeindruckt erwidert David Nash: ”So we have to develop our Thinking." In einem munteren Streitgespräch finden wir eine gütliche Lösung: Was ich als Problem sah, erkennt der Künstler als Lösung:
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