| "Töne, die dazwischen liegen"
Armin Göhringer und Gerhard Sauter |Galerie Alfred Knecht, 28.11. bis 20.12.2003 Von Gerhard Sauter habe ich einen Katalog mit Bildern, die alle in der ersten Hälfte der 90er Jahre entstanden sind. Nachdem ich diesen zur Einstimmung noch einmal durchgeblättert gehe ich zur Galerie Alfred Knecht, farbgewaltige Übermalungen erwartend.
Als diese Erwartung, was die "Farbgewaltigkeit" angeht zumindest, so nicht erfüllt wird, bin ich jedoch keineswegs enttäuscht: die aktuellen Arbeiten sind zurückhaltender, noch feinfühliger, leiser und dabei intensiver.
Die Farben sind noch da, aus den unteren Schichten erzeugen sie Farbräume und Klänge, die ich als große Lebendigkeit und als eine Art meditative Ruhe gleichzeitig empfinde.
Während die erwähnten Arbeiten aus den 90ern vielleicht eher an die ganz frühen Aufnahmen des bereits virtuosen, aber damals noch sehr freejazzigen Jan Garbarek erinnern, erlebe ich Gerhard Sauters neue Bilder eher als verbunden mit dem Gitarrenspiel eines Egberto Gismonti.
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