| "wenn ich mal bin mal in der Malerei"
Georg Baselitz: "Malelade" Ausstellung vom 10.07.–12.09.2004 in der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe vorweg: wer zu dieser Ausstellung des Künstlerbuches Malelade von Georg Baselitz alles Wissenswerte wissen und darüberhinaus zahlreiche spannende Überlegungen - der Kuratorin der Ausstellung, Dr. Kirsten Claudia Voigt, erfahren will, dem sei der sehr gute und mit 20 Euro auch preiswerte Katalog wärmstens empfohlen.
Noch besser ist es, diesen mitzunehmen nach einem Ausstellungsbesuch, zu welchem ich empfehle, etwas Zeit mitzubringen.
Georg Baselitz: Malelade, Blatt 25 Mir selbst geht es nun nicht darum , zu dieser Ausstellung eine erklärende Interpretation - im Sinne von Max Webers schönem Begriff des „Erklärenden Verstehens“ zu liefern. Vielmehr möchte ich versuchen, den Zustand der Begeisterung zu begreifen, der mich beim langsamen Durchschreiten diese Baselitz’schen Sehbuches in den Ausstellungskojen der Kunsthalle erfaßt.
Eigentlich erwartet man ja von einem Künstlerbuch, daß der Text darin eine der Bildenden Kunst annähernd gleiche Bedeutung hat, mehr zu lesen vielleicht als zu sehen – oder beides (Verzeihung:) irgendwie im Gleichgewicht zu empfinden oder zu erleben.
So formuliert Baselitz selbst: “Texte, die vergleichbar wären mit meinen Bildern, habe ich ja eigentlich nur einen gemacht. Und das ist ’Malelade’, und in dieser ’Malelade’ habe ich eine Sprache gesprochen, ich habe sozusagen Gedichte gemacht, und ich glaube, für mich ist diese Sprache ganz weit unten, am Anfang, das ist eine Kindersprache, eine Idiotensprache.“
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