| Und wieder ist es nicht ganz so einfach; denn wenn wir uns die Materialien ansehen, die Achim Däschner meist verwendet, so sind diese so traditionell auch wieder nicht: Beton, Filz , Holz, aber auch Schellack, Stahlstaub und Bienenwachs, um einige zu nennen, die immer wieder zum Einsatz kommen..
faltung, 2006 30x36cm, Filz, Beton, Schellack BIG (38 KB) auf Klick Etwa Däschners Faltungen: ein Filztuch wird in flüssigen Beton getaucht, danach gefaltet. Trocken und hart geworden, erfolgt eine Nachbearbeitung mit Schellack, welches verflüssigt ähnlich wie Lack eingesetzt werden kann, ein natürlicher Lack jedoch, der in das Material eindringt und eine ganz spezielle Oberfläche schafft, eine farbliche Anmutung, die ich so noch nicht wahrgenommen habe.
Reduziert, atmosphärisch dicht und trotz des “nicht-natürlichen“ Materials Beton wirkend wie ein Naturprodukt. In der Serie. Die Erforschung des Materials ist ein integraler Bestandteil von Däschners Kunst. Etwa in der Serie Brüche sprengt er in den vermeintlich unzerstörbaren Beton kontrolliert Risse, indem er andere Materialien einbaut, die sich bei der Trocknung oder Temperaturveränderung verschieden verhalten. Spannung erzeugt Däschner auch durch Gegensätze: etwa zwischen dem recht wertlosen Kunstmaterial Beton und den wertvollen Naturprodukten wie Schellack, Bienenwachs und Wollfilz, zwischen hart, rauh, spröde und weich, warm, duftend usw.
weiter bitte | |